Wie aus einem e-Roller ein e-Nachrüstsatz für Fahrräder wurde…

Aller Anfang ist schweißtreibend, wie das Fahrradfahren selbst. Bereits während der Studentenzeit war der Wunsch nach einem elektrisch unterstütztem Fahrrad vorhanden, denn man wollte ja nicht den ganzen Tag verschwitzt in den Vorlesungen sitzen. Ein e-Bike kam schnell in den Sinn, aber es gab einige Probleme; erstens sie waren und sind sehr teuer, und zweitens es gab keinen weiteren Platz für noch ein Fahrrad. Außerdem ein 30kg Rad in den zweiten Stock ohne Lift schleppen, ist zwar eine nette Konditionsübung, aber nein danke. Und seien wir ehrlich, die e-Bikes haben schon ein Rentner-Image…

Alles begann im Hof

So saß man im Hof und starrte ein MTB/Fahrrad und einen „Tante Paula“ e-Roller an. Irgendwann musste die Paula dran glauben und der e-Roller wurde in seine Einzelteile zerlegt, die Antriebsteile irgendwie am Fahrrad angebracht und der Gasgriff am Lenker angeschraubt.

Das Ganze war schwer, klobig und war weit von dem entfernt, was man gerne auf seinem Fahrrad hätte. Aber es machte Spaß es zu fahren!

So wurde weiter konzipiert, entwickelt, ausprobiert und immer wieder ging es zurück zum Start. Sehr schnell wurden einige Ziele für den Zusatzantrieb fest gelegt; er sollte leicht und unauffällig am Rad sein und reichlich Power haben.

Vor allem sollte er auf das vorhandene Fahrrad passen, ohne dazu eine Fachwerkstatt aufsuchen zu müssen.

Wir wollten unser Rad behalten

Wir wollten das geliebte Fahrrad behalten. Unser Rad das gut aussieht, für welches wir ja schon genug Geld ausgegeben haben, das nicht schwer ist und an dem wir jede Schraube kennen.

Dann wurde add-e geboren. Ein Nachrüstsatz, welcher an jedes Fahrrad passt, klein und leicht ist, viele sagen dass es richtig stylisch ist. Wir packten den Akku in die Trinkflasche, nahmen einen kleinen, leistungsstarken Motor, suchten einen guten Platz um es zu montieren und et voilà.

Keine Rücksicht auf Verluste

Die ersten Testfahrer hatten mehr Spaß beim fahren als wir selbst. Denn sie nahmen keine Rücksicht auf Verluste. So manche Version musste im Namen der Wissenschaft dran glauben. Aber add-e wurde immer wieder weiterentwickelt und mit den Vorschlägen der Testfahrer verbessert.

Und wir sind noch lange nicht fertig!