Nun ist er wieder da – der Frühling. Und wie die guten Vorsätze zum Neujahr, hole ich mein Fahrrad aus dem Keller raus und nehme mir vor viel mehr der Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Noch voll motiviert, da gerade von der Sonne wachgeküsst, reibe ich mir die Hände, hole das Fahrrad aus dem Winterschlaf heraus und mache die erste Ausfahrt.

Nach dem Winter fühlt sich das richtig gut an und ich nehme mir vor, ab jetzt jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Sind ja nur paar Kilometer. Dann stelle ich mir auch gleich den Weg zur Arbeit vor dem inneren Auge vor. Da fahre ich auf dem Radweg, schön den Fluss entlang, unterwegs noch Sonne tanken und die Landschaft genießen. Und das noch auf dem Weg zur Arbeit. So schön kann der Tag beginnen.

Und dann kommt das Teufelchen auf der rechten Schulter. Lautstark meldet er sich und sagt, hast du vergessen, dass es kurz vor dem Ziel noch diese eine Steigung, diesen einen Hügel gibt? Und es sind ja doch noch ein paar Kilometer. 8,5 um genau zu sein – one way! Dann kommst du sogar verschwitzt bei der Arbeit an. Willst du wirklich 8h vor dich hinmüffeln?…

Und ich werde dann doch noch ein bisschen bequem und denke mir, doch lieber das Auto?
Aber die Idee lässt mich trotzdem nicht los und ich beginne abzuwägen mit dem Teufelchen auf der rechten Schulter:

  • Man ist verschwitzt
  • Dieser eine fiese Hügel… der macht mir zu schaffen
  • In der Früh ist es doch noch ein bisschen frisch und am Nachmittag doch recht warm
  • Es ist anstrengend…
  • Muss mehr Zeit einplanen, dabei ist das Bett in der Früh besonders bequem

Und dem Engelchen auf der linken:

  • Fahrradfahren spart Geld
  • Keine ewige Parkplatzsuche wenn ich bei der Firma angekommen bin
  • Man wird wieder fit, oder zumindest fitter
  • Ich tue meinem Körper etwas Gutes
  • Und der Umwelt auch
  • Außerdem macht es Spaß!

So hadere ich mit Teufelchen und Engelchen und beschließe es dann doch wenigstens eine Woche lang zu versuchen. Schaden kann es ja nicht. Das Auto ist ja trotzdem noch da und ich fange an zu überlegen, wie schicke ich den Teufel dort wo er hingehört…